Hilfsprogramm für Frostschäden
In seiner Eröffnungsrede am 22. Mai 2011 in Öhringen-Baumerlenbach zeigte der neue Ministerialdirektor und Amtschef im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Wolfgang Reimer seine Betroffenheit angesichts der schweren Frostschäden, die Anfang Mai in Nord-Württemberg teils zu Totalausfällen geführt haben. Reimer machte den Betrieben Hoffnung und informierte, dass sich nach ersten Gesprächen mit den Ministern der neuen Regierungskoalition abzeichne, dass im Kabinett ein Hilfsprogramm durchbekommen sei.
Der Ministerialdirektor appellierte dabei ebenfalls an die Verbraucher, weiterhin bei ihrem Obstbauern einzukaufen. Auch wenn dieser auf Grund der Frostschäden jetzt mit deutlichen Ertragseinbussen zu rechnen habe und Obst zukaufen müsse um seine Stammkunden zu halten. Reimer machte auch deutlich, dass durch den Aktionstag Verbraucher aufgeklärt und über die saisonale Verfügbarkeit von Obst informiert werden sollten. Er wies darauf hin, dass nicht jedes Produkt jederzeit und überall verfügbar sein könne und forderte auf, das eigene Einkaufsverhalten zu überdenken.
Obst Erzeugung nach IP Richtlinien – großartige Leistung
Der Präsident des Landesverbandes Erwerbsobstbau, Franz Josef Müller, stellte die Bedeutung des Obstbaus dar. Jeder zweite Apfel komme aus Baden-Württemberg. Allein in den Kreisen Heilbronn und Hohenlohe würden insgesamt mehr als 1.300 Hektar Obst angebaut. Die größte Bedeutung mit rund 85% im Anbau habe das Kernobst, die wichtigste Frucht sei der Apfel.
Müller betonte, dass Obst aus Baden-Württemberg mittlerweile fast ausschließlich nach den Richtlinien der Integrierten und Kontrollierten Produktion erzeugt würde und bezeichnete dies als großartige Leistung. „Die Obstbauern gewährleisten damit höchstes Produktniveau der regionalen Erzeugnisse und garantieren die Lebensmittelsicherheit für die Verbraucher“, so der Präsident. Er dankte allen Offizial- und Privatberatern für die fachliche Unterstützung der Betriebe und betonte, dass der Erhalt der Obstbau-Beratungsstellen weiterhin zu gewährleisten sei.

Präsident Müller am LVEO Stand, wo auch der Griff ins Unbekannte dazugehörte..
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Obst mit allen Sinnen erleben
Mit der Landesinitiative "Blickpunkt Obst" will das Land Baden-Württemberg in den kommenden zwei Jahren verstärkt das Interesse der Verbraucher auf Wissenswertes rund um das Thema Obst lenken will. Bei der Auftaktveranstaltung auf den Obstbaubetrieben Rembold, Zeyer und Knorr wurde den Besucherscharen ein buntes Programm mit vielen Aktionen und Ausstellungen rund um das Thema Obst geboten.
Nach dem Motto „vom Baum oder Strauch auf den Teller“ fanden Obstverkostungen, Sortenpräsentationen, die Besichtigung von Sortieranlagen und Kühlhallen und geführte Wanderungen durch die Obstanlagen statt. Am Stand des Landesverbandes Erwerbsobstbau Baden-Württemberg (LVEO) konnten sich die Besucher nicht nur fachlich informieren, sondern Obst auch mit allen Sinnen erleben. Das Interesse Beerenobst zu erriechen, Kernobst zu erfühlen und zu erschmecken sowie Obstkerne und -steine den richtigen Fruchtarten zuzuordnen war bei Jung und Alt ausgesprochen groß.

Fachinformationen rund um das Thema Obst fanden großes Interesse bei den Besuchern
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25.05.2011 / LVEO
Weitere Informationen zum Blickpunkt Obst:
Infodienst Landwirtschaft - Ernährung - Ländlicher Raum
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